Computerlinguistik und Logikprogrammierung

Computerlinguistik und Logikprogrammierung

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M Hess
Computerlinguistik und Logikprogrammierung sind historisch gesehen eng verbunden: Ein Formalismus, der ursprünglich zur effizienten Verarbeitung natürlicher Sprachen entwickelt worden war (Colmerauers "systèmes-Q''), wurde verallgemeinert zur ersten für allgemeine Programmierzwecke hinreichend effizienten Sprache des automatischen Theorembeweisens, zu Prolog. Spezifische Probleme bei der Verarbeitung natürlicher Sprachen sind Ambiguität und die "Quasi-Kontextsensitivät'' natürlichsprachlicher Sätze (letzteres sind Konstruktionen, die theoretisch zwar nicht kontextsensitiv sind, sich aber in übersichtlicher Weise nur als solche erklären lassen). Für sie sind in der Computerlinguistik Methoden entwickelt worden, die auch in der Logikprogrammierung allgemein von Interesse sind. Unter der Beziehung der "Constraints'' werden in Linguistik und Logikprogrammierung verwandte, aber nicht identisch Phänomene behandelt. Es besteht die Hoffnung, dass sich in absehbarer Zeit eine gemeinsame Sicht auf diese Phänomene ergeben wird.
Computerlinguistik und Logikprogrammierung
1996
Künstliche Intelligenz, Special Issue on Logic Programming
40-45
3